daniel roehe

digitale bildung für alle

Selbstorganisation

Der erste Schultag liegt hinter mir/uns. Gestern habe ich schon viele Veränderungen angekündigt, heute haben wir mit Zweien begonnen. Wie zu erwarten gab es einen neuen Stundenplan. Der hat sich natürlich insofern verändert, als dass die Fächer zu anderen Zeiten stattfinden. Ich habe mir aber mit meinem Klassenteam auch vorgenommen, fächerübergreifend zu unterrichten. Und damit das nicht bei einer Floskel bleibt, haben wir Musik, Religion und Geschichte zum Fach Gesellschaft zusammengefasst. Hier wird meine Kollegin zunächst den Nationalsozialismus behandeln – über mehrere Stunden pro Woche und über mehrere Zugänge. Darüber hinaus haben wir die Fächer Berufskunde, Sachunterricht, Hauswirtschaft und Textiles Werken zu dem Fach Lebenspraxis zusammengefasst. Hier geht es um vieles, was man nach der Schule in einem selbstständigen Leben braucht. Durch die Reduzierung von unterschiedlichen Fächern auf Themengebiete, hat sich der Stundenplan nicht nur vereinfacht, er soll auch sinnvolleres und vertieftenderes Lernen ermöglichen.

Aber somit nicht genug. Bisher haben die Schüler Nachrichten von zu Hause oder aus der Schule in einem Mitteilungsheft überbracht, dass entweder die Eltern oder wir geschrieben haben. Zu einem selbstständigen und selbstbestimmten Leben gehört aber, dass die Schüler die Dinge selbst in die Hand nehmen. Deshalb haben wir ihnen einen Schülerkalender geschenkt. Darin werden sie Termine und Notizen schreiben, die sie nicht vergessen dürfen. Zum Beispiel auch solche Dinge, die sie ihren Eltern mitteilen müssen. Ein Mitteilungsheft gibt es nicht mehr, dafür werden wir den Schülern beibringen, einen Kalender zu führen. Das man diese Form der Selbstorganisation im Leben immer braucht, habe ich in einem ähnlichen Zusammenhang hier auch vor Kurzem geschrieben.

Vor lauter didaktischem Geplänkel soll aber nicht vergessen werden, dass sich heute tatsächlich alle gefreut haben, wieder in der Schule zusammen zu kommen. Wir haben uns und die Geschichten aus den Ferien den ganzen Tag genossen. Aber wir haben ja auch eigentlich noch gar nicht richtig begonnen. Es bleibt also spannend.

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