daniel roehe

digitale bildung für alle

voll öko

Ich glaube ich zähle ein bisschen zu diesen Öko- und Bio-Trendopfern. Zumindest was Lebensmittel angeht. Bei meinem letzten Bummel durch H&M habe ich gesehen, dass man dort jetzt auch Ökoklamotten kaufen kann. Also auch hier sozusagen öko für die Masse, was ja vom Ansatz her nicht schlecht ist. Allerdings musste man nicht erst auf das Etikett sehen um zu erkennen, dass das irgendwie öko ist. Jedenfalls traf die Klamotte nicht meinen Geschmack. Mit der Frage, ob öko eigentlich immer gleich hässlich bedeutet, verließ ich den Laden ohne etwas gekauft zu haben.

Gestern kam unser Schulleiter mit einem Vorschlag für neue Schulklamotten in die Konferenz. Die soll jetzt auch auf bio umgestellt werden. Nun wusste ich nicht, ob ich mich freuen oder gruseln sollte. Hess-Natur hat sich bei dem Schulleiter mit einer neuen Kollektion für Schulen gemeldet. Sie berichteten ihm, extra Designer beauftragt zu haben um die Schulmode jugendlich-modern zu gestalten. Vielleicht ahnten sie, dass öko zwar Trend ist aber dennoch etwas unmodisches anhaften könnte. Die Kollektion der “Spezialdesigner” sah auf den ersten Blick nicht schlecht aus und wurde so an eine andere Schule zur Probe geliefert. Man wollte ein Feedback von den Schülern erhalten. Diese verurteilten die Klamotten aber und wollten es lieber schlicht. Also zurück zu öko? Vielleicht bin ich einfach doch kein Trendopfer.

Zumindest bleibt fraglich, wo öko Sinn macht oder einfach nur Trend ist. Bei Lebensmitteln glaube ich immer noch, dass es Sinn macht auf bio zu achten. Wenngleich nicht überall bio drin ist wo es drauf steht, führt es aber doch zu mehr Ernährungsbewusstsein. Dieser Trend könnte gut in der Modebranche Einzug halten. Denn schadstofffreie Kleidung aus ökologisch verträglich angebauter Baumwolle ist glaube ich noch die viel zu große Ausnahme. Wie so oft bieten sich auch hier ganze Unterrichtseinheiten an. Hess-Natur beschreitet einen guten Weg, zumal die Schulklamotten noch ziemlich günstig daher kommen.

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