daniel roehe

Digitale Bildung

Besinnlichkeit?

Nach einem längeren Schulblock haben wir endlich wieder Ferien. Die Adventszeit haben wir mit einem Mitarbeitergottesdienst in der Schule abgeschlossen. Hier, wie an vielen anderen Stellen wurde auf die sich widerstrebenden Tendenzen von Hektik und Besinnlichkeit der Adventszeit verwiesen.
Ich gebe zu, ich bin auch ganz schön ausgepowert. Besinnlichkeit könnte nicht schaden. Aber was steckt eigentlich hinter der Erwartung von Besinnlichkeit? Jeden Sonntag im engsten Familienkreis den Adventskranz anstarren und Lieder singen? An Gott bewusst glauben oder zweifeln? Und was macht diese Hektik aus? Geschenke kaufen, Weihnachtsfeiern abreißen, Essen planen und kochen?
Lautet die Frage also entweder Besinnlichkeit oder Hektik? Ich glaube es muss sich nicht um Antipole handeln. Die Vorbereitung einer Feier kann, sie muss es sogar, lustvoll sein. Ich freue mich, in diesen Tagen Gäste einzuladen, Essen zu planen und mir Überraschungen auszudenken. Ich freue mich, Menschen zu sehen, die mir wichtig sind. Die Vorfreude überwiegt den Stressfaktor. Sonst sollte ich es lieber lassen. Jeder sollte die Wahl haben, wie viel Feiern, Geschenke, Aufwand er plant. Ich will mich davon nicht anstecken lassen. Wie gesagt: Arbeit hat’s genug gegeben. Aber nicht wegen Weihnachten sondern wie sonst auch vorm Urlaub. Jetzt kann Besinnlichkeit kommen!

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Thema von Anders Norén