daniel roehe

Digitale Bildung

Gong

Ich liebe mein neues iPhone. Es funktioniert genau wie ich will. Einfach alles vom alten iPhone per iCloud rüberziehen und man kann genau da weiter machen wo man aufgehört hat. Und mehr… LTE zum Beispiel, Sendungen in 16:9 sehen (deutlicher Fortschritt!), mehr auf einer Seite lesen, leichter verstauen und Siri nutzen. Viele klingen so unbeeindruckt vom iPhone 5 und den Apple Innovationen. Ich glaube die unbemerkte Innovation bei Apple ist Konstanz, Stabilität, Wiedererkennung und behutsame Weiterentwicklung der wirklich wichtigen Dinge in einer schnelllebigen Zeit. Ich weiß das zu schätzen.
Was aber auch bleibt sind meine schlechten Gewohnheiten. Ich bin heute um viertel nach vier aus dem Büro. Abschalten. Einkäufe erledigen. Familie genießen. Dann: Stau. Siri an und Alternativroute suchen lassen. Nix schnelleres gefunden. Also noch mal Siri an und Mails diktieren. Noch mal Siri an und Anrufe erledigen. Immer noch Stau. Langsam liegen die Nerven brach. Mein schöner früher Feierabend dahin? Nein, entspann Dich, mach Musik an, iPhone aus. Im Einkaufszentrum angekommen ist es voll, die Schlange an der Kasse lang. iPhone raus und Mails beantworten. Ist das der Adventswahnsinn?
Da erinnere ich mich an meinen letzten Blog-Eintrag. Nichts tun. Habe gestern noch einen Podcast gehört. (Hören ist das Beste bei Bindehautentzündung wenn die Augen brennen.) Die Autorin von www.kreative-chaoten.de empfiehlt auch noch mal: Nichts tun. Nur wie? Sie schlägt einen Gong vor. Kann ich mir nicht vorstellen. Wir haben in Sitzungen mit hohem Themenaufwand manchmal eine Sanduhr laufen, damit wir schneller Entscheidungen treffen. Jetzt definierte Zeit für nichts tun? Nee, dann lieber bloggen. Oder das tolle neue iPhone weglegen und erst mal keine großen Innovationen mehr erwarten. Gute Nacht!

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1 Kommentar

  1. Alex 18. Dezember 2012

    Recht hast du. Mit allem. Und Siri ist super!

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